Der Judo- Sport in Bremerhaven

Der geschichtliche Werdegang

Erzählt vom Mitbegründer Robert Bogaschewsky   *16.03.1934  ┼27.11.2015
( 7.Dan Judo/ 7.Dan Jiu-Jitsu)

Niedergeschrieben von Heiner Planthaber.

 Voraus ein paar Worte über den Großmeister Robert Bogaschewsky:
Robert war einer mit der ersten, die die Sportarten Judo und Jiu- Jitsu in Bremerhaven bekannt gemacht haben.
Seine vielen Auszeichnungen und Ehrungen weisen einen hervorragenden und höchstgraduierten Lehrmeister Bremerhavens aus, der sich bis heute als aktiver Ausbilder und Funktionär weit über Bremerhaven und das Land Bremen verdient gemacht hat
Zur Zeit ist der 69-jährige Großmeister, der auch die 2. Bundesliga- Mannschaft des OSC trainierte, als aktiver Trainer für Judo und Jiu- Jitsu im Einsatz
Beim Bremer Judo- Verband war er als Landeslehrwart für die verschiedenen Ausbildungen der Judoka verantwortlich. Unter seiner Regie haben in Bremerhaven sämtliche Judo- und Jiu- Jitsu- Danträger ihre komplette Ausbildung erhalten und somit das hohe technische Niveau dieses verdienten Mannes weiter in Land getragen.. Hunderte von Schülern wurden von ihm ausgebildet.
Neben seiner Tätigkeit als Trainer ist er auch der „Sportliche Leiter“ unserer Abteilung
    1. Vorsitzender des Kreisjudoverbandes
    1. Vorsitzender der DDK- Kreisgruppe Bremerhaven
    1. Vorsitzender der DDK- Landesgruppe Jiu- Jitsu
    2. Vorsitzender der DDK- Landesgruppe Bremen
    Ehrenmitglied im Bremer- Judo- Verband

 Die Geschichte des Judo- Sports in Bremerhaven

 Die kalendarische  Geschichte des Judosport beginnt eigentlich gleich nach dem 2. Weltkrieg. Durch die  amerikanischen Besatzungsmitglieder lernten einige (damals noch Kinder und Jugendliche) von uns die asiatische Kampfkunst draußen auf der grünen Wiese kennen.
1948 wurden die ersten Judokas beim LTS in der Schwerathletik- Abteilung aufgenommen.
         Die Gewichtsklassen waren dem Boxsport gleichgestellt.
1952
kam es zum ersten Vergleichskampf  mit dem Bremer- Judo- Club. Die Kämpfer der ersten Stunde waren:
        Bogaschewsky, Neumann, Reichardt, Düsedau, Lange, Hoffmann.

Ein Foto von den ersten Judokas in Bremerhaven von 1948

               
v.l. Richard Hoffmann, Ernst- August Blank, Helmut Blank, Adolf Schilling, Robert Bogaschewsky
                      davor kniet  Horst Ölsner

Bei der Bremer Landeseinzelmeisterschaft 1952 belegte die Bremerhavener Jugend mehre 1. und 2.Plätze.
1.Plätze gingen an: Neumann, Bogaschewsky,  Höpke, Oelsner.
2.Plätze gingen an: Reichardt, Glöckner

1954 kam auch der Judosport beim PSV Bremerhaven ins Gespräch.

                                        

1955 gründete sich der Judo-Club- Bremerhaven

                                  

Auch der ATSB gründete eine Judo- Abteilung in den 50er Jahren.

1957 veranstaltete der JCB eine Großveranstaltung in der US- Halle „Rotersand“, die den Judosport noch bekannter machte.
        Es folgten Städtevergleichskämpfe mit Gelsenkirchen, Wilhelmshaven, Wuppertal; dabei tauchten die Namen wie: Winkes, Muths, Busch,
        Gärtner, Werner, Winkler, Farid, Gostomki, Bittdorf, Bogaschewsky, Schilling, Hasenkopf, Kühn, Schneider, Puckis, Peters und Kruse auf.

1963 kam TUS Eintracht Lehrheide mit einer Judo- Abteilung hinzu

1964 fand die Landesmeisterschaft in Bremerhaven statt. Bei den Senioren belegten  Gerke, Bogaschewsky und Masteit die 2. Plätze.
         In der Jugend erkämpften sich die Plätze 1: Harry Schulz, Willy Schulz, Reichel, Adolph. 2.Plätze gingen an: Bültjer, Ludwig, Gutowski,
         Kirschstein.

1965 kämpfte eine Stadtauswahl (JCB, PSV, ATSB) gegen Hamburg- Bergedorf. Die Jugend- und  Junioren- Mannschaften kämpften sehr
         erfolgreich. Ein Sieg auf ganzer Linie. Die erfolgreichen Kämpfer waren: Frey, Grollick, Schaaf, Becker, Thiel, Kirschstein, Ludwig,
         Kotte, Pauls, Gehrke.

         Die  Senioren besiegten nur die 2. Mannschaft aus Bergedorf. Die Kämpfer waren: Stührken, Muths, Hasenkopf, Schuster, Winkler, Werner.
         Im gleichem Jahr besuchten die Judokas M.Winkes, R.Bogaschewsky, V.Kotte, W.Kirschstein, K.H.Raupe, R.Held, und K.Stock  die
         Partnerstadt Cherbourg. Der dort ausgetragene Wettkampf der Judokas ging mit 8:0 Punkten an Bremerhaven.

1968  belegte der JCB den 5. Platz beim Alfred- Rohde- Pokal.
         Anschließend besuchte der Bundestrainer Han Hosan den JCB und lobte die Leistungsstärke des Vereins.
         Die Kämpfer für den Verein waren: Jansen, Frey, Fahrmeier, Will, Rohde, Winkes, Busch, Adolph, Pauls, Bogaschewsky, Kirschstein und
         Winkler.

1969   Beim Rolandpokal in Bremen kämpften 132 Schüler aus 14 Vereinen um die ersten Plätze. Eine großartige Leistung brachten die vom Trainer
          H.P.Adolph geleiteten Schüler des JCB . Die Leistungen von Norbert Frey und James Rohleder waren überragend.
1970  richtete der JCB die Deutsche- Karate- Meisterschaft aus. Diese Großveranstaltung wurde hervorragend vom JCB organisiert. Alle
          Beteiligten waren von der Organisation begeistert.
1970. Die Judo- Abteilungen des ATSB und des PSV schlossen sich zu einer BUDO- Gemeinschaft  „Arashi“ im ATSB zusammen.
         Der erste kommissarische Vorstand der Gemeinschaft:
         1.Vorsitzender: Werner Bolz (ATSB)
         2.Vorsitzender: Peter Rasmus (PSV)
         Sportwart: Kurt Schuster (ATSB)
         Jugendwart: Norbert Brand (ATSB) Er wurde im gleichem Jahr Landesmeister der Junioren und wurde in
                                                              Hamburg Norddeutscher Juniorenmeister in seiner Gewichtsklasse.
         Frauenwartin: Jutta Kulawik (PSV)
         Trainiert wurde in der Goethe- und Fröbelschule.

1971 im November  konnte ein eigenes Dojo in der Langen Straße einst Dreßler Hof bezogen werden. Hier konnten die Matten liegen bleiben; das
        zeitaufwendige Auf- und Abbauen entfiel, der Ärger mit dem Hausmeister war vorbei. Viele hervorragende Kämpfer standen damals für die
        Budo- Gemeinschaft „Arashi“ auf der Matte, so der schon erwähnte Norbert Brand, Fred Baltrusch jun., Rainer Olomski, Bernd Demelt,
        „Kunze“ Kruse, Harry Lenz, DetlefJabs, Rudi Bertram, und H.- J. Venhofen.

1972 Baltrusch jun. und Olomski belegten   bei den Landesmeisterschaften der Jugend den 1. Platz. Danach gelangte Fred Baltrusch jun. auf den
         internationalen Deutschen Meisterschaften auf den 7. Platz. Das war die beste Placierung, die bis dahin je ein Bremerhavener oder Bremer
         bei solchen Titelkämpfen je erreicht hatte.
         Die Pfingstturniere, es waren internationale Jugend- und Schülerbegegnungen, wurden von der Judoabteilung des ATSB und später von der
         Budogemeinschaft Arashi ausgerichtet. Sie waren weit über Bremerhaven bekannt und wurden von vielen Judovereinen besucht. Das achte
         Turnier 1972 erhielt einen besonderen Aspekt. Die Abteilung Arashi führte die erste offizielle Veranstaltung unter den Namen „Olympischer
         Sportclub von 1972“ durch.
         Als Ehrengäste waren anwesend: der Ehrenpräsident des OSC  J. Heinrich Kramer, der damalige Vizepräsident Eckhart Naumann, der erste
         Vorsitzende des Judoverbandes Bremen K.O. Spieß sowie Bundesjugendleiter Krämer vom Deutschen Judobund. Dieses Pfingstturnier hatte
         einen absoluten Teilnamerekord. Insgesamt nahmen 16 Jugend- und 12 Schülermannschaften teil.

1973 Trotz guter sportlicher Erfolge gab es aber für die Judoabteilung des OSC im Frühjahr ein  fast unlösbares Problem. Das Dojo in der Langen
        Straße war ausgebrannt; trotz Suche wurde kein neuer geeigneter Übungsraum gefunden. In dieser Situation bot der
        Judo- Club Bremerhaven an sein Dojo „Tivoli“ zu bestimmten Zeiten zu vermieten.. Seit dem 12.9.1973 wurde dann dort trainiert.
        Ein Lichtblick in punkto Trainingsstätten zeichnete sich allerdings schon ab. Das Dojo in der Walter- Kolb- Halle war im Rohbau fertig. Ende
        Januar 1974 sollte der Sportbetrieb in der neuen Judohalle beginnen.

1.1.1974 fusionierte der Judo- Club mit dem OSC. Die Gründe des Zusammengehens: man wollte den Bremerhavener Judosport aus seinem guten
            Mittelmaß weiter nach oben bringen, möglichst den Durchbruch auf Bundesebene erreichen. Die finanziellen Möglichkeiten hierzu sollten
            gemeinsam deutlich besser werden, und die Trainingsmöglichkeiten im neuen Dojo Kolb- Halle würde man als Großverein optimaler nutzen
            können.
Textfeld:        Mit dem JCB kam aber auch eine erfolgreiche Jugendmannschaft in
         den OSC.

1973 im September  wurde die männliche Jugend A mit Norbert Frey,
        James Rohleder, Bernd Nebel, Fred Baltrusch jun., Jürgen Schilling,
        Dieter Großkreuz, Thomas Wiesner
und Thomas Behra Norddeutscher
        Meister und im Oktober 3. Sieger bei den Deutschen
        Judomannschaftsmeisterschaften in Berlin. Der Trainer dieser
        Erfolgsmannschaft war Peter Haedicke.

1974 im März fand die erste gemeinsame Hauptversammlung statt. Neben
        Beitragserhöhungen ging es auch um Neuwahlen: Abteilungsleiter –wie
        bisher- Werner Bolz. Techn. Direktor: Manfred Winkes; Jugendwart:
        Peter Haedicke.
Jugendsprecher: Thomas Behra. Beisitzer: Jutta
        Kulawik, Robert Bogaschewsky, Adolf Schilling.

1974 nahm James Rohleder auf Einladung des DJB an der
        Weltmeisterschaften der Junioren in Rio de Janeiro teil. Heike
        Gerken
belegte bei den Deutschen Meisterschaften der Juniorinnen
        in der Gewichtsklasse über 72 kg  einen hervorragenden dritten
        Platz. Dann erweiterte die Judoabteilung  ihr Angebot an Budosport
        mit Karate.

1976Auf der Hauptversammlung  gab es einen Wechsel in der Führung. Der langjährige Abteilungsleiter Werner Bolz wollte sich aus der aktiven
       Mitarbeit zurückziehen. Manfred Winkes trat als technischer Direktor zurück und wurde einstimmig als Abteilungsleiter der  Judo-/Karate-
       Abteilung gewählt. Die Mitgliederzahl der Karateka lag bei 200, die der Judoka bei gut 800! Damit war die Judo-/Karate- Abteilung nach den
       Turnern die zweitgrößte Sektion in OSC.

1978 Im Februar  legte Winkes aus privaten Gründen sein Amt nieder. Sportlich ging es trotzdem weiter. Thorsten Wiesner wurde Deutscher
        Juniorenmeister im Schwergewicht. Fred Baltrusch jun. verteidigte seinen Titel als Landesmeister der Senioren bis 70kg. James Rohleder
      
 belegte bei den Deutschen Meisterschaften  der Senioren in München in der Klasse bis 63kg eine hervorragenden 2.Platz und die Mannschaft
        des OSC stieg in die Regionalliga auf.

1979 Im Sommer übernahm Werner Kirschstein die Abteilung, die er bis 1985 leitete. Der OSC schloss sich mit dem Judo- Club Asahi Bremen, der
        ebenfalls in die Regionalliga aufgestiegen war, zu einer Kampfgemeinschaft OSC- Asahi zusammen. Diese KG unter den Trainern Utzat und
        Haedicke wurde 1979 Regionalmeister Nord und schaffte mit einem 5:2- Sieg gegen den Meister der Regionalliga West den Aufstieg in die
        Bundesliga.

1979 Im Oktober  waren Judosportler aus der englischen Partnerstadt Grimsby Gäste der Judoabteilung.

1979 Im Dezember  machte Robert Bogaschewsky mit Bravour seine Prüfung zum 5.DAN. Thorsten Wiesner verteidigte mit Erfolg seinen Titel als
        Deutscher Juniorenmeister im Schwergewicht und Uwe Heinitz belegte in der Gewichtsklasse bis 60kg  den beachtlichen 3.Platz.
        Das gesteckte Ziel des OSC/Asahi, eine weitere Saison in der Bundesliga Nord zu starten, gelang nicht . Man musste sich wieder auf die
        Regionalliga konzentrieren.
        Das Training der Kampfmannschaft OSC übernahm Robert Bogaschewsky.

1980 Wer kennt Ihn nicht? Erich Kerner( genannt Opa Kerner), der noch im hohem Alter von 76 Jahren aktiv auf der Matte stand und
         Anfängern das Judo beibrachte. Er war der älteste aktive Judoka im DJB.

1986 Neben den Wettkampfsport entwickelte sich sehr stark der sogenannte Trimm- Dich- Sport: Selbstverteidigung für Männer und Frauen,
         woraus die Ju- Jutsu- Abteilung entstand. Die Kraftsportler gründeten im gleichem Jahr die Abteilung Kraft und Fitness.
        Die Kampfmannschaft wurde mangels Kämpfer aufgegeben.

1987 Im März  wurde Fred Baltrusch jun. Abteilungsleiter. Jetzt kam es im Judo zum Schwerpunkt Breitensport.

1990 Ab Mai übernahm Fred Baltrusch sen. die Abteilung. Er und sein Sportlicher Leiter Robert Bogaschewsky förderten die alte
        Selbstverteidigungskunst  der Samurai, das Jiu- Jitsu, um den Wunsch nach Selbstverteidigung gerecht zu werden.

1991 Diese Entwicklung zeigte sich auf der Hauptversammlung wieder. Hier wurde mit großer Mehrheit die Namenserweiterung – Judo/ Jiu- Jitsu-
        Abteilung des OSC – beschlossen.
        Seit dem Herbst  gibt es wieder eine Kampfmannschaft. In der sogenannten Herbstliga gibt es 11 Kampfgemeinschaften.

Es ist eine Freizeitliga auf Landesebene, wo die OSC- Mannschaft den 2.Platz errang. In der 2. Saison der Herbstliga erreichte die Mannschaft den 1.Platz. Eine  nächste Saison gab es nicht. Sie musste aus Mangel an Kämpfernachwuchs aufgegeben werden.

1993 die Herbstliga wurde aufgehoben. Einige Judokämpfer (so wie Arno Hartmann) unterstützen die Bremer Kämpfer auf der Bundesliga- Ebene.

Der Wettkampf wird auch heute noch betrieben, besonders von den Kindern und Jugendlichen, die in besonderen Gruppen trainiert werden. Wir fahren zu Turnieren nach Bremen und haben unser jährliches Vereinsturnier.

Einmal im Jahr bringen die Kinder Ihre Eltern mit auf die Matte. Denn Judo ist für jedes Alter geeignet.

Heute hat die Abteilung einen Mitgliederstand von ca. 300 Personen, die Judo, Jiu-Jitsu und Aikido betreiben können.

Am 21.06.2003  veranstaltete die Judo/Jiu-Jitsu-Abteilung des OSC Bremerhaven einen Sporttag. Knapp 50 Gäste erfreuten sich an der Show. Den Auftakt bildete die Cheerleader-Gruppe, um die Zuschauer auf die nachfolgenden Sportarten einzustimmen. Dann folgte die Aikido-Gruppe, die ihr Können demonstrierte. Die Zuschauer hatten hier und auch bei den anderen Sportarten die Möglichkeit mitzumachen. Als nächstes stand Judo auf dem Programm. Hier wurde ein Querschnitt demonstriert, wie vielfältig Judo ist. Zum Schluss stand die Jiu-Jitsu-Gruppe auf der Matte. Hier wurden verschiedene Abwehrkombinationen gegen Würge-, Schlag-, Tritt- und Umklammerungsangriffe gezeigt. Nach einer knapp zweistündigen Vorführung gingen die Zuschauer mit zufriedener Mine nach Hause.

Am 28.06.2003 bekam unser Großmeister Robert Bogaschewsky den 7.DAN in Jiu- Jitsu vom DDK verliehen. Diese hohe DAN- Auszeichnung (2x 7.DAN) ist zur Zeit in der Bundesrepublik einmalig.

Wer noch wichtige Informationen für die Geschichte des Judo- Sports in Bremerhaven hat, sende sie mir einfach zu. Ich werde sie dann in diesen Bericht einarbeiten.

gez. Heiner Planthaber   (Juli 2003)

Ein Brief an mich- von Klaas Dierks:


Sehr geehrter Herr Planthaber,
eher zufällig, aber mit großer Freude habe ich heute die von Ihnen betreuten Seiten der Judoabteilung des OSC entdeckt. Besonders die Seite über die geschichtliche Entwicklung der Judoabteilung hat  schöne Erinnerungen geweckt. Seit 1971 war ich Mitglied im JC Bremerhaven und dann bis zu meinem Umzug nach England 1982 aktiv im OSC. Nach meiner Rückkehr 1984 habe ich noch bis 1986 mittrainiert, bevor mich mein Lebensweg endgültig nach Hamburg verschlagen hat. Besonders gern in Erinnerung sind mir die Sonntagvormittage, das freie Training in der Grazer Strasse, wo mir als siebenjähriger die Grundlagen von dem früh verstorbenen Herrn Held, Opa Kerner, Manfred Winkes und Adolf Schilling beigebracht wurden. Vorbilder waren Norbert Frey (meinem "Stammtrainer") James Rohleder, später Thomas Behra, und die anderen erfolgreichen Judoka, die Sie auf Ihrer Seite zu Recht so herausstellen, und die sich Sonntags nicht für ein Randori zu schade waren, mit einem "Frischling" wie mir. Ich erinnere mich an Hartmann, Großkreuz und Thomas Wiesner, der sich einen Spaß daraus machte, sich erst von mir werfen zu lassen und mich dann im Boden in einen schraubstockartigen Haltegriff zu nehmen. Als älteres Kind und als Jugendlicher wollte ich dann immer auch (gegen den Willen meiner Eltern, die das Training zu hart fanden) in die Schülerleistungsgruppe von Herrn Kulawik. Als es soweit war, und die Einladung von Manfred Kulawik kam, war das großartig. Ohne dass ich je so erfolgreich wurde wie meine Altersgenossen in der Gruppe, war das Gefühl (wenn auch nur als Ersatz) dazu zu gehören sehr  befriedigend. Ich erinnere mich gerne an den von Ihnen erwähnten Besuch aus Grimsby 1979, bei dem ich auf der Matte stand, die Landeseinzelmeisterschaften und die einzige Norddeutsche Mannschafts- Meisterschaft, an der teilzunehmen mir vergönnt war. Allerdings frage ich mich, warum Manfred Kulawik, der jahrelang sehr erfolgreich die Nachwuchsarbeit beim OSC betrieben hat, mit keinem Wort in Ihrer Historie des Vereins erwähnt wird. Leute wie die Brüder Knobloch, Frank Ufkes (steht bei Ihnen als "Ufles), der junge Sohn von Herrn Schilling, der Sohn von Herrn Winkes, Stefan Theis, etc, aber auch viele andere sind durch Ihn geprägt worden. Es würde mich sehr freuen, wenn seine Arbeit für den Verein mit ein paar Zeilen auf Ihrer Seite gewürdigt würde. Nach seinem frühen Tod fand ich dann meine "Judoheimat" bei Fred Baltrusch jun., der ein wirklich begnadeter Pädagoge und ein toller Mensch und Lehrer war. Entschuldigen Sie bitte das Schwelgen in alten Erinnerungen, die Sie mit Ihrer Seite hervorgerufen haben. Auch in HH bin ich dem OSC als passives Mitglied lange erhalten geblieben und fühle mich ihm nach wie vor verbunden.

Mit freundlichen Grüßen
Klaas Dierks

P.S. Lebt James Rohleder eigentlich noch in Wolfsburg? Ich erinnere mich an extrem harte Trainingseinheiten bis zur totalen Erschöpfung mit ihm als Trainer.